Kryoablation eines polylobulierten, entdifferenzierten Liposarkoms im rechten Quadrizepsmuskel

Kryoablation eines polylobulierten, entdifferenzierten Liporsarkoms von 12 x 7 cm im rechten Quadrizepsmuskel. Die Behandlung mit acht Ablationsnadeln erforderte aufgrund der Nähe des Tumors zum Nervus femoralis grosse Präzision. Die palliative Therapie sollte durch Verkleinerung und Enthärtung des Gewebes die Symptome verringern, um den Patienten zu mobilisieren und seine Lebensqualität zu verbessern.

01_Planning_MPR_Cryo_Bern
Planungsansicht der acht Kryosonden
 
02_Needle_Verification_Cryo_Bern
Verifizierungsscan der Sondenpositionen
 
 
03_Treatment_Cryo_Bern
Gefrierzyklus, der zugleich einen mit warmem Wasser gefüllten, sterilen Handschuh zeigt, der die Haut des Patienten vor Erfrierungen schützt.
 
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Name: Dr. Robyn M. Benz 


Institution: Inselspital, Bern (Schweiz)


Alter des Patienten: 94 Jahre


Ausgangssituation:

  • Erstdiagnose 2019 (N0, cM0)
  • Bestrahlung im Jahr 2019 mit anfänglicher Verkleinerung des Tumors
  • Tumorrezidiv im Herbst 2021 mit wiederkehrenden Symptomen wie Schmerzen und Hautspannungen über dem Tumor, die das Gehen behindern und die Lebensqualität eines Patienten in ansonsten guter körperlicher Verfassung beeinträchtigen
  • Wiederholte Bestrahlung war nicht indiziert
  • Die klinische Untersuchung des Tumors ergab eine Vergrösserung des Durchmessers sowie eine Weichteilverhärtung und Druckschmerzen im Bereich des Tumors. Die Spannung der Haut über dem Tumor war deutlich sichtbar
  • Indikation für perkutane Tumorbehandlung, da der Patient chirurgischen Eingriff und systemische Behandlung ablehnt

Behandlung: 

  • Genaue Platzierung aller acht Sonden im ersten Versuch mit einem durchschnittlichen lateralen Fehler von 1,7 mm
  • Abschluss der Sondenplatzierung innerhalb von 70 Minuten, einschliesslich zweier Kontrollscans

Ergebnis: 

  • Planung, Navigation und Verifikation der acht Sonden in einem komplexes klinisches Szenario
  • Die Vorplanung des Eingriffs begann eine Woche vor der Behandlung
  • Der Zugang zu den Trajektorien unter Umgehung der zuvor platzierten Sonden ist räumlich eng, aber möglich. Sorgfältige Planung und Ausführung sind zwingend erforderlich
  • Gesamtdauer des Eingriffs betrug vier Stunden. Der Patient hat den Eingriff gut toleriert
  • Behandlung kann als technischer Erfolg gewertet werden, da der grösste Teil des Tumors vom Ablationsvolumen erfasst wurde
  • Die Nachkontrolle ist noch ausstehend

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